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Im
Wunderland der tausend Bilder |
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«Die
Bildergalerie für jedermann», in Rüegsauschachen von Franz und
Margrit Hofer. Res von Gunten (Büro für Gestaltung,
Zentralstrasse 115 , 2503 Biel) hat die Besitzer befragt: |
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Was hat Sie dazu bewogen, eine Bilderbörse mitten in einem Emmentaler Dorf zu eröffnen? Franz Hofer: Die Idee entwickelten wir vor einigen Jahren. Wir setzten uns zum Ziel, Kunstwerke, welche von ihren Besitzern aus irgendwelchen Gründen nicht mehr geschätzt werden, wieder unter die Leute zu bringen. Als sich vor bald zehn Jahren die Möglichkeit eröffnete eine ehemalige Schreinereihalle in grosse, helle Ausstellungslokalitäten umzuwandlen, verwirklichten wir die lang gehegte und gepflegte Idee einer Bilderbörse mit Galerie. Auch im Emmental soll die Vielfalt der kreativen Möglichkeiten gegeben sein. Und warum soll Kultur nicht auch im Dorf stattfinden, ohne Parkplatzsorgen und gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
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Wie sehen die Dienstleistungen Ihrer Bilderbörse aus? Franz Hofer: Jedermann kann uns Bilder zum Verkauf bringen. Wir stellen die Kunstwerke für mindestens drei Monate aus. Den Verkaufspreis legen wir zusammen fest, wobei wir mit unserer Erfahrung sowie mit physischen und elektronischen Referenzwerken die Preisfindung unterstützen können. Kommt ein Verkauf zustande, wird eine Provision von 25 Prozent fällig, wenn nicht geht das Bild an den Kunden zurück – eine in jeder Hinsicht durchsichtige und professionelle Regelung.
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Wer kauft bei Ihnen welche Bilder? Franz Hofer: Die Käuferschaft setzt sich aus Privatpersonen, Händlern, Galerien und Auktionshäuser zusammen. Wir sind die grösste, ständige Bilderbörse in der Schweiz. Der Ausstellungsraum mit einer Fläche von mehr als 400 Quadratmetern ist durch Stellwände vielfach unterteilt. Diese sind von oben bis unten mit Bildern in den verschiedensten Formaten bedeckt. Dass man nicht eine Präsentation wie im Museum erwarten kann, ist insofern einleuchtend, als immer über 1200 Werke gezeigt werden. Und auch eine Systematik ist kaum möglich, weder nach Stilen noch nach Künstlern oder Epochen, weil ja das Angebot jeden Tag wechselt und die Ausstellung nicht immer wieder umgekrempelt werden kann. Das qualitativ sehr unterschiedliche Gemisch wirkt jedoch frisch und reizvoll; es verlockt dazu, auf Entdeckungsbummel zu gehen. An Techniken ist fast alles vertreten: Malerei in Öl und Acryl, Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen, Kupferstiche, Lithografien, Siebdrucke, Scherenschnitte, Collagen etc. Stilistisch dominiert gegenständliche Kunst aus den letzten etwa 150 Jahren wie Landschaften, Porträts, Akte, Stilleben.
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Warum sollte ich Ihrer Bilderbörse unbedingt einen Besuch abstatten? Franz Hofer: Tägliche Neuzugänge sorgen für eine stetige Aktualität und für Überraschungen.Und nicht selten findet sich unter dem reichhaltigen Angebot ein wahres Schnäppchen, welches aus unerfindlichen Gründen gerade auf Sie als Besucher gewartet hat. Wir sind zudem bestrebt, die Qualität der angebotenen Kunstwerke hoch zu halten, um uns von der stapelweise angebotenen Dutzendware aus dem Supermarkt abzuheben.
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Was hat es mit Sonderausstellungen mit regionalem Charakter auf sich? Franz Hofer: Nebst unternehmerischem Denken ist uns auch ein ernstes Anliegen, für die Region einen wichtigen kulturellen Beitrag zu leisten. So ist es uns gelungen, regelmässig regional und national bekannten Kunstschaffenden aus der Vergangenheit bis heute eine Plattform zu bieten, so zum Beispiel Hans Gartmeier, Gottfried Lüscher, Emil Zbinden, Bruno Hesse, Fritz Ryser, Serge Brignoni, Ulrich Dolder, Paul Wittwer etc. Auch Themenausstellungen wie «Bedeutende Schweizer Kunst» oder «Grenzen überwinden» sollen eine noch grösseres Publikum auf unser kulturelles Engagement aufmerksam machen.
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| Herr Hofer, besten Dank. | |